Fachschaftsrat Sozialwesen

Die Mitglieder in der Amtszeit 19/20: vordere Reihe v.l.n.r.: Lara Strobel, Pablo Krämer, Lara Windel, Sophia Teichert; mittlere Reihe v.l.n.r.: Xaver Kamm, Stella Seitfudem, Mireille Schleith, Josefin Fahnert, Saskya Weise; hintere Reihe v.l.n.r.: Tessa Kaufmann, Lea Reichel

Wer sind wir?

Wir sind die Vertretung der Studierendenschaft des Fachbereiches Sozialwesen. Damit sind wir eure Stimme und eure Ansprechpartner*innen!

Das kann ganz vielseitig aussehen. Egal, ob ihr Probleme mit Dozierenden habt, Fragen und Ideen bezüglich des Studiums und der Lehre oder ihr Lust habt eine Veranstaltung/Projekt umzusetzen. Wir sind für euch da, setzen uns für euch ein und unterstützen euch.

Ihr wollt wissen, was wir bisher gemacht haben bzw. was wir planen?

Bisher haben wir ein veganes Essensangebot der Mensa durchgesetzt, veranstalten die jährliche Wintervorlesung, haben ein Argumentationstraining gegen Rechts organisiert und vieles mehr. In Planung sind unter anderem ein Foodsharing Verteiler an der EAH, Partys, Sprechstunden für euch, bessere Verknüpfungsmöglichkeiten von Studium und Kind.

Habt ihr Lust euch mit zu engagieren, habt Fragen oder Anliegen? Dann schreibt uns gerne eine Mail an: Fachschaft.Sozialwesen@eah-jena.de , kontaktiert uns bei Facebook oder schaut bei unseren wöchentlichen Sitzungen montags von 17:00-19:00 im FSR Büro (05.-1.16) vorbei!

Aktuelles

Kommentar zur Wahl des Ministerpräsidenten Thomas L. Kemmerich

Wir begrüßen die neuesten politischen Entwicklungen zu einem Rücktritt des vorgestern gewählten Thüringer Ministerpräsidenten Thomas L. Kemmerich, möchten die Wahl aber dennoch nicht unkommentiert lassen. Denn eine Zusammenarbeit mit Faschisten ist nicht zu akzeptieren! Besonders für die Profession der Sozialen Arbeit hätte dies erhebliche Auswirkungen.

Bereits die Wahl zum Ministerpräsidenten wurde nur durch die Stimmen der AfD und der CDU möglich. Von einer auf die Wahl folgenden Zusammenarbeit wird hier bewusst gesprochen, da die FDP aktuell nur fünf von 90 Abgeordneten im Parlament stellt. Bei Abstimmungen wäre sie somit stets auf die Stimmen der AfD und der CDU angewiesen. Denn SPD, Linke und Grüne machten direkt nach der Wahl deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit Thomas L. Kemmerich für sie nicht in Frage kommt.

Es ist damit zu rechnen, dass durch die Machtposition einer faschistischen Partei im Thüringer Landtag in den unterschiedlichsten Bereichen der Politik Veränderungen stattfinden würden, die der völkisch-nationalen Einstellungen der Partei entsprechen. Diese hätten unmittelbare Auswirkungen auf die Soziale Arbeit in all ihren Wirkungsbereichen. Als Beispiele lassen sich hier die Kürzung von finanziellen Mitteln von Institutionen, Vereinen, Projekten etc. nennen, sowie die grundsätzliche Unterstützung ebendieser. Zudem könnte sich gerade die Familien- und Bildungspolitik in eine Richtung bewegen, die sich nicht mit den ethischen Grundsätzen der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession vereinbaren lässt.

Gerade unter diesen Gesichtspunkten bedankt sich der Fachschaftsrat Sozialwesen für die schnelle Organisation der Kundgebungen und Demonstrationen, die einen Raum zur öffentlichen Meinungsäußerung geschaffen haben. Ebenso bei allen Menschen, die diesen wahrgenommen haben.

„Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und die Achtung der Vielfalt bilden die Grundlage der Sozialen Arbeit.“ (1) Diese Werte sind nicht mit den Ansichten und der politischen Ausrichtung der AfD vereinbar! So fordern wir auch alle Studierenden der Sozialen Arbeit dazu auf, sich mit der aktuellen politischen Lage kritisch auseinanderzusetzen. Geht Diskussionen nicht aus dem Weg, sondern sucht den Diskurs und nehmt eure demokratischen Grundrechte wahr!

Euer Fachschaftsrat Sozialwesen
07.02.2020

(1) Ausschnitt aus der internationalen Definition Sozialer Arbeit, deutsche Übersetzung, online abgerufen am 06.02.2020 unter: https://www.dbsh.de/profession/definition-der-sozialen-arbeit/deutsche-fassung.html

Protokolle: